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Im Ergebnis seiner laut dem Internationalen Währungsfond hervorragenden Performance beim Regieren des Landes wird Kap Verde in diesem Jahr mehr als 100 Mio. Euro auswärtiger Hilfe aus auswärtigen öffentlichen Fonds erhalten.

Die Bewertung der Umsetzung des von der Weltbank finanzierten Programms „Förderung der Entwicklung und Verminderung der Armut“ durch den Internationalen Währungsfonds wird vom Gehilfen des Ministers für Finanzen und Planung, Victor Fidalgo dahingehend kommentiert, dass der Einsatz der 100 Mio. Euro bereits mit den Partnern verhandelt wurde.
Laut Visão-News soll Ministerpräsident Neves erklärt haben, dass die Erdölerkundung noch in diesem Jahr beginnen soll. Einer der möglichen Partner hierbei könnte das brasilianische Unternehmen „Petrobras“ sein. „Petrobras“ ist eines der größten Unternehmen der Welt, das über eine Technologie der Erkundung und Förderung von Erdöl in tiefen Gewässern verfügt. Ein weiteres Unternehmen sei die angolanische „Sonangol“, mit der die kapverdische Regierung detaillierte Gespräche führt.
Der Minister für Finanzen und Planung, João Serra, hob in einer Rede in Mindelo die grundlegende Rolle, die der private Sektor der Wirtschaft bei der Verwirklichung der Strategie der Veränderungen im Lande übernehmen muss. Die Privatwirtschaft müsse zum Motor der Entwicklung werden.
Der Internationale Währungsfonds gewährte Kap Verde mehr als eine Million Euro für das Programm zur Reduzierung der Armut und des Wirtschaftlichen Wachstums. Das Programm, dotiert mit ca. 10 Mio. Euro, wurde im Jahre 2002 aufgelegt. Kap Verde hat davon bereits 8,5 Mio. Euro erhalten. Diese anleihen werden armen Staaten mit einem Zinsfuß von 0,5 gewährt. Die Rückzahlung erfolgt nach einem Moratorium von 5,5 Jahren im Verlauf von zehn Jahren.
Der Präsident der MpD, Agostinho Lopes, erklärte auf einer Pressekonferenz in Praia, dass die vier Regierungsjahre der PAICV bitter, problematisch und durch den systematischen Niedergang des Lebensstandards der Kapverder gekennzeichnet waren. Was in dieser Zeit verwirklicht wurde reiche nicht aus, um die Erwartungen der Bevölkerung zu befriedigen.
Die Berufsausbildung und die Schaffung der Universität von Kap Verde, die Förderung und Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen, die Konsolidierung der Politik der sozialen Solidarität, die sozialen Leistungen und die Reform des beitragsfreien Systems der Sozialversicherung sind die Prioritäten der Regierung für den Zeitraum bis zum Ende der Legislaturperiode 2006.
Morna, Funanà, Coladera – viele Menschen in aller Welt kennen und lieben Musik und Tanz von den Kapverden. Es ist schon bemerkenswert, wenn die Kultur eines vergleichsweise kleinen Landes so bekannt und berühmt ist.

Die Republik Kap Verde ist – davon konnte ich mich bei meinem Besuch im letzten Jahr selbst überzeugen – ein weltoffenes, gastfreundliches und engagiertes Land, das gerade auch zu Europa enge Beziehungen sucht.
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Mitglieder des Europäisch-Kapverdischen Freundeskreises,

was aus einer zufälligen Begegnung in einem Restaurant nicht alles entstehen kann!
Als sich der Europäisch-Kapverdischer Freundschaftskreis, damals noch Deutsch-Kapverdischer Freundeskreis, 1985 gründete, haben sich die Mitglieder die Verbesserung der Lebensqualität und die Verringerung der Armut auf den kapverdischen Inseln auf die Fahnen geschrieben.
Die Republik Kap Verde gehört zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 415.000 Menschen leben auf der kleinen Inselgruppe im Nordatlantik vor der Westküste Afrikas. Die Bevölkerung ist arm, die Inseln verfügen über keine nennenswerten Ressourcen, 90 Prozent der Nahrung muss importiert werden.
Als ich gebeten wurde, ein Grußwort für die Festschrift des „Europäisch-Kapverdischer Freundeskreis e.V.“ zu schreiben, habe ich gerne und spontan zugesagt. Denn 20 Jahre selbstlosen Einsatzes zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung eines Entwicklungslandes sind für mich Anlass und Grund genug, dieser bewundernswerten Initiative zu danken.